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Zuckerhunde-Community gestartet

Vorigen Montag abend erreicht mich vom befreundeten Tierdiabetes-Forum die Nachricht: Wir schließen in zwei Tagen!  Aus. Vorbei. Es wird abgeschaltet. Eine Community in Aufregung… In ehrenamtlicher Arbeit hatten Forums-Gründerin und Moderatorinnen Besitzer von an Diabetes erkrankten Hunden begleitet. Eine notwendige Maßnahme.

Zuckerhunde-LogoIn Deutschland gibt es ca. 40.000 zuckerkranke Hunde und Katzen. Zuckerkranke Hunde und Katzen gehören nicht gerade zum Standard-Repertoire des Haustierarztes um die Ecke. Sie werden deshalb nicht immer sofort richtig diagnostiziert und auch nicht immer erfolgreich behandelt. Ein Tierarzt – tausend Krankheitsbilder. Nicht umsonst ist es in der Humanmedizin üblich, dass Allgemein- und Fachärzte sich gegenseitig „Fälle“ überweisen oder zumindest Rat einholen… In der Tiermedizin sind aber die Diabetes-Experten unter den Veterinären gar nicht allen Praktikern bekannt. Fachlichen Rat einholen? Muss oft der Patientenbesitzer selbst. Zum Beispiel in kompakter Form auf Zuckerhunde-Website oder auf Diabetes-Seiten für Menschen. Bis gestern auch im Tierdiabetes-Forum.

Auf Zuckerhunde.de. werden seit eineinhalb Jahren Besitzer von frisch diagnostizierten Diabetes-Vierbeinern aufgefangen und erhalten erste Informationen über die Krankheit. Fragen beantworten, aber keine Panik machen, Zuckerhunde-Besitzern und ihren Haustierärzten das Zuckermessen zu Hause näherbringen, Hilfe zur Selbsthilfe geben, das ist das Konzept der Website. Irgendwann demnächst sollte es auch eine Community geben… 

Community mit persönlicher Pinnwand und Forum

Nun ist die zur Zuckerhunde-Website gehörige Zuckerhunde-Community bereits jetzt online. Mal eben innerhalb von wenigen Stunden geboren. Mit allem Drum und Dran: Profile, persönliche Pinnwand, Forum, Freunde werden, private Nachrichten schreiben – alles da. Ein Netzwerk, in dem Betroffene sich austauschen können und ein offenes Ohr finden. Ungefähr 20 Mitglieder des ehemaligen Tierdiabetes-Forums sind schon dabei. So schnell wäre das ohne Sixgroups nicht möglich gewesen. Diese Community habe ich selbst eingerichtet, (fast) ohne Support. Danke an Picki, Boerge und Andy ;) Und sie ging problemlos innerhalb kürzester Zeit online.

Ich hoffe, dass auch die ehemaligen Foris aus dem Tierdiabetes-Forum sich in der neuen Zuckerhunde-Community wohlfühlen, und dass wir das in der Community enthaltene Forum bald nicht öffentlich schalten können, damit dort auch medizinische Details ausgetauscht werden können. Denn Alltag bei Zuckerhunde-Besitzern sind diese Fragen: „Wieviel Einheiten Insulin soll ich heute abend spritzen, Lucy hat den ganzen Tag nichts gefressen?“ oder „Wenn ich von Mischinsulin auf getrennte Insuline umsteige, wie mach ich das?“ oder „Was füttere ich einem Hund, der neben Diabetes auch noch die und die Probleme hat?“ Alles Fragen, auf die Antworten wichtig sind, die aber nicht in den öffentlichen Bereich gehören. Kinners! Nicht nachmachen!… Diese Fragen regeln wir jetzt erstmal in Form privater Nachrichten. Und sobald Sixgroups geschlossene Foren anbietet, machen wir dort das erste nicht öffentliche Forum auf.

Versprochen. 

Passt gut auf euch und eure Zuckerschnuten auf :)

Birte

Zuckermessen zu Hause

Zuckermessen zu Hause – das geht ganz einfach. Ein kleiner Pieks ins Ohr für den Zucker-Check – und schon geht’s weiter mit Rennen, Toben und Spaßhaben. Das Zauberwort heißt Home Monitoring und bedeutet, dass du nicht zu jeder Zuckerspiegel-Bestimmung zu deinem Tierarzt musst, sondern nur noch zu den allgemeinen Untersuchungen und zur Beratung. Alles andere machst du selbst. Das geht ganz einfach! Bei zuckerkranken Menschen ist das Verfahren bereits seit Jahren etabliert und aus dem Alltag aller Diabetiker nicht mehr wegzudenken.

Zusammen mit uns und deinem Tierarzt kannst auch du es lernen und deinem Hund und dir selbst einen großen Gefallen tun: Anhand der zu Hause gemessenen Werte erkennst du drohende Unterzuckerungen frühzeitig. Außerdem kann dein Tierarzt so die Insulinbehandlung besser auf den individuellen Bedarf deines Hundes abstimmen. Das ist wichtig für Herz, Hirn und Gefäße!

>> Hilfe bekommst du unter www.zuckerhunde.de.

Diabetes ist kein Todesurteil mehr

Dein Hund hat Diabetes. Das heißt: Sein Körper ist nicht mehr in der Lage, seinen Blutzuckerspiegel auf natürliche Weise zu steuern. Mit dieser Krankheit ist dein Hund nicht alleine – Diabetes betrifft in Deutschland insgesamt 40.000 Hunde und Katzen und mindestens 4,5 Millionen Menschen.

http://zuckerhunde.deBeim gesunden Hund schüttet die Bauchspeicheldrüse nach dem Essen Insulin aus. Das Insulin transportiert den mit der Nahrung aufgenommenen Zucker in die Körperzellen. Dort erfüllt der Zucker eine lebenswichtige Funktion: Er versorgt das Gehirn mit Sauerstoff. Er sorgt dafür, dass dein Hund seine Muskeln bewegen kann, dass er sehen, denken und sich bewegen kann.

Doch nur mit Hilfe des Insulins kann der Zucker in die Zellen eindringen. Fehlt das Insulin, oder kann es aufgrund einer anderen Ursache nicht ausreichend wirken, bleibt der Zucker im Blut – dein Hund hat Diabetes mellitus, die sogenannte “Zuckerkrankheit”. Unbehandelt würde diese Krankheit zum Tode führen, da der Körper nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird.

Deshalb braucht dein Hund jetzt deine Hilfe: Genau wie beim menschlichen Diabetiker kannst du ihm das fehlende Insulin ganz einfach von außen zuführen. Wie das geht, erfährst du in diesem Blog oder auf http://zuckerhunde.de. Dort haben sich Besitzer von zuckerkranken Hunden zusammengeschlossen, um über Diabetes beim Hund und seine Behandlung zu informieren und aufzuklären.


Zuckerhunde – das sind Hunde mit Diabetes.

Es gibt cirka 40.000 zuckerkranke Hunde und Katzen in Deutschland. Das Zuckerhunde-Projekt will Hundebesitzer und Tierärzte über neue Wege im Diabetesmanagement aufklären und miteinander vernetzen.
Birte Oldenburg, Initiatorin des Zuckerhunde-Projektes, bloggt hier über Zuckerhunde, Tier- und Artenschutz.

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